Organisationsgestaltung: Wie Menschen, Strukturen und Prozesse zusammenwirken

Organisationsentwicklung funktioniert nicht, wenn man nur die Führungskraft betrachtet. Es braucht auch die Menschen, die mitarbeiten, und die passenden Strukturen und Prozessen. Trotzdem wird oft versucht, Probleme allein durch Schulungen oder einen Wechsel in der Leitungsebene zu lösen. Doch das greift zu kurz.

 

Entwicklung ist mehr als nur die einer einzelnen Person

Viele glauben: Wenn eine Organisation nicht rund läuft, liegt es an der Leitung. Wenn Ziele nicht erreicht werden oder Mitarbeitende wenig engagiert sind, soll die verantwortliche Person sich darum kümmern, dass es besser wird. Falls sie das nicht schafft, wird sie ersetzt. Doch effektive Steuerung einer Organisation ist ein Zusammenspiel. Sie funktioniert nur, wenn auch die Mitarbeitenden und die Strukturen gut aufgestellt sind.

Beispiel: Ein Unternehmen möchte digitaler werden, aber in der Praxis arbeiten viele weiter mit alten, analogen Methoden. Oder es werden Werte wie „Vertrauen“ und „Transparenz“ kommuniziert, doch im Alltag spüren Mitarbeitende davon nichts. Dann liegt das Problem nicht an einzelnen Personen, sondern an der gesamten Organisation und ihren Rahmenbedingungen.

 

Drei Bausteine für eine wirksame Organisationsentwicklung

Damit eine Organisation richtig gut funktioniert, müssen drei Dinge zusammenspielen:

  1. Entscheidungsmanagement: Verantwortliche müssen Orientierung geben und gute Entscheidungen ermöglichen.

  2. Mitarbeitende: Sie müssen bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen.

  3. Strukturen und Prozesse: Sie müssen so gestaltet sein, dass Zusammenarbeit und Steuerung funktionieren.

 

Wie Menschen und Organisation zusammenarbeiten

Eine gut aufgestellte Organisation kann nicht allein durch eine starke Leitung entstehen. Es braucht klare Strukturen und Prozesse sowie Mitarbeitende, die Verantwortung übernehmen können.

  • Mitarbeitende brauchen klare Erwartungen: Sie müssen wissen, was von ihnen erwartet wird, aber auch genug Freiraum haben, um selbst Verantwortung zu übernehmen.

  • Rahmensetzung durch Strukturen und Prozesse: Wenn Entscheidungswege unklar sind oder es keine guten Kommunikationsprozesse gibt, kann Steuerung nicht funktionieren.

  • Organisationsgestaltung als gemeinsame Aufgabe: Verantwortliche schaffen die Bedingungen für gute Zusammenarbeit, aber sie können nicht alles allein lösen.

 

Organisationsgestaltung weiterentwickeln

Viele Probleme entstehen nicht durch die einzelnen Personen, sondern durch die Organisation selbst. Deshalb muss Organisationsgestaltung immer als Gesamtkonzept betrachtet werden.

Das bedeutet:

  • Strukturen und Prozesse regelmäßig überprüfen

  • Entwicklung nicht nur als Training für Einzelpersonen sehen, sondern als Entwicklung der gesamten Organisation

  • Entscheidungsmanagement als gemeinschaftliche Aufgabe von Menschen, Strukturen und Prozessen verstehen

Wer Organisationen so gestaltet, stärkt nicht nur einzelne Verantwortliche, sondern macht das gesamte Unternehmen anpassungsfähig und zukunftssicher.


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Und wer sich selbst weiter in das Thema einlesen, aber kein Fachbuch zu Rate ziehen möchte: Lesen Sie unbedingt “Turn the Ship around” von L. David Marquet.


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Zusammenarbeit und Kommunikation: Ohne geht es nicht